Deine Arbeitskraft ist Dein wertvollstes Kapital
Kein Depot, keine Immobilie, kein Sparkonto bringt Dir so viel ein wie Dein Einkommen über die nächsten Jahrzehnte. Trotzdem ist genau das bei den meisten Menschen gar nicht abgesichert.
Warum das Risiko unterschätzt wird →
Warum das Risiko so oft unterschätzt wird
Drei Denkfehler sorgen dafür, dass die eigene Arbeitskraft meist zuletzt abgesichert wird, obwohl sie das Fundament für alles andere ist.
- "Mich trifft das schon nicht"
- Branchenschätzungen gehen davon aus, dass etwa jeder vierte Erwerbstätige mindestens einmal im Berufsleben berufsunfähig wird. Die eigene Vorstellungskraft unterschätzt dieses Risiko fast immer, weil es abstrakt bleibt, bis es eintritt.
- "Das betrifft nur körperliche Berufe"
- Häufigste Ursache sind psychische Erkrankungen, mit rund einem Drittel aller Fälle noch vor Erkrankungen des Skeletts oder der Muskulatur. Bürojobs sind also keine Ausnahme, eher im Gegenteil.
- "Der Staat fängt mich schon auf"
- Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente liegt laut Branchenschätzung im Schnitt bei rund 1.100 € brutto im Monat, und das auch nur, wenn nach strenger Prüfung überhaupt kein anderer Job mehr auf dem gesamten Arbeitsmarkt zumutbar ist.
Vom Problem zur konkreten Lösung
Jeder Einwand gegen eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat eine ziemlich konkrete Antwort, sobald man einmal genauer hinschaut.
- „Ich kann doch auf einen anderen Beruf umsatteln.“
- Das klingt naheliegend, ist rechtlich aber genau der Punkt, an dem viele Absicherungen versagen.
- Verzicht auf die abstrakte Verweisung
- Gute BU-Tarife prüfen ausschließlich, ob Du Deinen zuletzt ausgeübten Beruf noch ausüben kannst, nicht ob es irgendeinen anderen zumutbaren Beruf für Dich gäbe. Die gesetzliche Rente prüft dagegen abstrakt den gesamten Arbeitsmarkt, das ist der entscheidende Unterschied.
- „Meine Lebenssituation ändert sich doch noch, der Vertrag passt dann nicht mehr.“
- Ein Vertrag, der auf Jahrzehnte läuft, sollte mit Gehaltssteigerung, Hochzeit oder Immobilienkauf mitwachsen können.
- Nachversicherungsgarantie
- Bei bestimmten Ereignissen wie Gehaltssteigerung, Heirat oder Immobilienkauf lässt sich die vereinbarte Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen. Was heute reicht, muss so nicht in zehn Jahren schon zu wenig sein.
- „Ich warte lieber, bis ich mehr verdiene, dann kann ich mir das besser leisten.“
- Der intuitive Gedanke ist verständlich, führt aber meistens zum teureren und riskanteren Ergebnis.
- Früh abschließen sichert Beitrag und Gesundheitszustand
- Je jünger und gesünder beim Abschluss, desto günstiger der Beitrag über die gesamte Laufzeit, und desto unwahrscheinlicher, dass eine erst später aufgetretene Vorerkrankung den Schutz einschränkt oder unbezahlbar macht.
- „Ich habe doch schon eine Unfallversicherung, reicht das nicht?“
- Eine naheliegende Verwechslung, die im Ernstfall zur bösen Überraschung wird.
- Unfall ist nur ein kleiner Teil des tatsächlichen Risikos
- Die meisten Fälle von Berufsunfähigkeit entstehen durch Krankheit, nicht durch einen Unfall. Eine Unfallversicherung deckt deshalb nur einen kleinen Ausschnitt des tatsächlichen Risikos ab und ersetzt eine echte Berufsunfähigkeitsversicherung nicht.
BU, Erwerbsminderung, Unfall: was leistet was
Eine grobe Einordnung, ersetzt aber kein individuelles Gespräch: die richtige Ausgestaltung hängt immer vom Einzelfall ab.
| Absicherung | Prüft | Grenze |
|---|---|---|
| Private Berufsunfähigkeitsversicherung | Zuletzt ausgeübter Beruf, konkret | Bei guten Tarifen kein Verweis auf andere Berufe, aber nur so gut wie die vereinbarten Bedingungen |
| Gesetzliche Erwerbsminderungsrente | Gesamter Arbeitsmarkt, abstrakt | Meist deutlich niedriger als das bisherige Einkommen, reicht selten zum Lebensunterhalt |
| Unfallversicherung | Nur Unfälle, keine Krankheiten | Deckt nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Ursachen ab, keine Alternative zur BU |
Worauf es im Vertrag konkret ankommt
Zwei Verträge mit ähnlichem Beitrag können im Ernstfall sehr unterschiedlich leisten. Diese Punkte lohnen einen genauen Blick.
- Abstrakte oder konkrete Verweisung
- Ohne Verzicht auf die abstrakte Verweisung kann der Versicherer auf einen anderen, zumutbaren Beruf verweisen, statt zu leisten. Ein Verzicht darauf ist bei den meisten modernen Tarifen Standard, sollte aber im Kleingedruckten geprüft werden.
- Prognosezeitraum
- Geleistet wird, wenn voraussichtlich für mindestens sechs Monate keine mindestens 50-prozentige Berufsfähigkeit mehr besteht. Manche Tarife verlangen bereits erreichte statt nur prognostizierte Monate, das macht einen Unterschied bei akut auftretenden Fällen.
- Nachversicherungsgarantie
- Ohne erneute Gesundheitsprüfung lässt sich die Versicherungssumme bei bestimmten Ereignissen wie Gehaltssteigerung, Hochzeit oder Immobilienkauf anpassen, statt bei einer Erhöhung den gesamten Gesundheitszustand neu offenlegen zu müssen.
- Leistungsdauer und Dynamik
- Die vereinbarte Rente sollte bis zum geplanten Renteneintritt laufen, nicht nur für wenige Jahre. Eine Beitrags- und Leistungsdynamik gleicht zusätzlich die Inflation über die Vertragslaufzeit aus.
- Gesundheitsfragen ehrlich beantworten
- Falsche oder unvollständige Angaben bei Vertragsabschluss können im Leistungsfall Jahre später zur Anfechtung führen, selbst wenn der Fehler unabsichtlich war. Eine sorgfältige Risikovoranfrage vor Antragstellung schützt davor.
Häufige Fragen zur Arbeitskraftabsicherung
Ab wann lohnt sich eine BU?
Am günstigsten und unkompliziertesten ist der Abschluss meist so früh wie möglich, idealerweise schon in der Ausbildung oder im Studium, solange kaum Vorerkrankungen vorliegen und der Beitrag für die gesamte Laufzeit niedrig bleibt.
Was passiert, wenn ich schon Vorerkrankungen habe?
Eine anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Versicherern zeigt vorab, mit welchen Bedingungen oder Ausschlüssen zu rechnen ist, ohne dass eine Ablehnung im eigenen Namen aktenkundig wird.
Reicht eine Grundfähigkeitsversicherung als Alternative?
Sie kann eine Ergänzung oder ein Kompromiss sein, wenn eine klassische BU aus gesundheitlichen Gründen nicht oder nur zu schlechten Konditionen möglich ist, deckt aber grundsätzlich enger definierte Fälle ab als eine echte Berufsunfähigkeitsversicherung.
Wie hoch sollte die versicherte Rente sein?
Als grobe Orientierung dient meist das aktuelle Nettoeinkommen abzüglich Beträgen, die im Leistungsfall wegfallen würden, etwa Fahrtkosten. Der genaue Bedarf hängt von Fixkosten, Familiensituation und weiterem Vermögen ab.
Was ist der Unterschied zwischen BU und EU-Versicherung?
Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung prüft ähnlich wie die gesetzliche Rente abstrakt den gesamten Arbeitsmarkt und ist deshalb in der Regel deutlich günstiger, aber auch schwächer als eine echte Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie kommt vor allem infrage, wenn eine BU aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen nicht erreichbar ist.
Kann ich die Rente später erhöhen?
Mit einer Nachversicherungsgarantie ja, ohne erneute Gesundheitsprüfung bei bestimmten Ereignissen wie Gehaltssteigerung, Hochzeit oder Immobilienkauf. Ohne eine solche Klausel wäre für jede Erhöhung eine neue Gesundheitsprüfung nötig.
Lass uns Deine Arbeitskraft gemeinsam absichern
Im Erstgespräch schauen wir, wie hoch Dein tatsächlicher Bedarf ist und welche Vertragsbedingungen für Deinen Beruf und Deine Situation wirklich wichtig sind.
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