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Vermögensaufbau: mit System

Langfristig Vermögen aufzubauen bedeutet nicht, den nächsten heißen Tipp zu finden, sondern eine Strategie zu wählen, die zu Deinem Zeithorizont passt, und sie dann konsequent durchzuhalten.

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Person wirft eine Münze in ein Sparschwein

Drei Dinge, die jeden erfolgreichen Vermögensaufbau ausmachen

Unabhängig vom Einkommen entscheiden meistens dieselben drei Faktoren über den Erfolg.

Zeit ist der wichtigste Faktor
Der Zinseszinseffekt braucht vor allem eines: Zeit. Ein früher, kleinerer Start schlägt langfristig fast immer einen späteren, größeren.
Breite Streuung statt Einzelwetten
Wer sein Geld auf viele Unternehmen und Regionen verteilt, muss nicht auf den einen richtigen Titel setzen, sondern trägt die Marktentwicklung insgesamt mit.
Durchhalten in schwachen Phasen
Kursrückgänge gehören zum Aktienmarkt dazu. Wer in solchen Phasen verkauft statt weiterzumachen, realisiert Verluste, die sich sonst meist wieder ausgeglichen hätten.

Drei Zeithorizonte, ein System

Nicht jeder Euro braucht dieselbe Anlageform. Das Kontokonzept ordnet Dein Geld nach dem Zeitpunkt, zu dem Du es voraussichtlich brauchst.

01
Kurzfristig: Tagesgeld
Der Notgroschen und Geld für Anschaffungen in den nächsten ein bis zwei Jahren gehören auf ein tagesaktuell verfügbares Konto, nicht ins Depot.
02
Mittelfristig: Depot
Für Ziele in fünf bis zehn Jahren, etwa eine größere Anschaffung oder Anzahlung, eignet sich ein breit gestreutes ETF-Depot mit überschaubarem Risiko.
03
Langfristig: Altersvorsorge
Für Ziele in 15 Jahren oder mehr lohnt sich der Blick auf geförderte Formen wie das Altersvorsorgedepot oder die betriebliche Altersvorsorge, zusätzlich zum freien Depot.

ETFs: die gängigste Basis für den Vermögensaufbau

Drei Eigenschaften erklären, warum breit streuende Indexfonds heute der Standardbaustein vieler Depots sind.

Breite Streuung in einem Produkt
Ein einzelner ETF auf einen Weltindex wie den MSCI World bündelt bereits hunderte bis über tausend Unternehmen aus vielen Ländern und Branchen.
Niedrige laufende Kosten
Weil ein Index nur nachgebildet statt aktiv verwaltet wird, liegen die jährlichen Kosten (TER) meist deutlich unter denen aktiv gemanagter Fonds.
Thesaurierend oder ausschüttend
Thesaurierende ETFs legen Erträge automatisch wieder an, ausschüttende zahlen sie regelmäßig aus. Für den reinen Vermögensaufbau ist die thesaurierende Variante meist die einfachere Wahl.

Was aus 200 € im Monat werden kann

Beispielrechnung mit 200 € monatlicher Sparrate und einer konservativ angenommenen Rendite von 6 % im Jahr, wie sie für einen weltweit streuenden Aktien-ETF oft empfohlen wird.

ZeitraumEigene EinzahlungenMöglicher Endbestand
20 Jahre48.000 €92.900 €
30 Jahre72.000 €201.900 €

Zwischen 20 und 30 Jahren verdoppelt sich die eingezahlte Summe, der Endbestand vervielfacht sich dagegen um mehr als das Doppelte. Der Unterschied entsteht fast ausschließlich durch den Zinseszinseffekt der zusätzlichen zehn Jahre.

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Steuern beim Investieren

Auch beim Vermögensaufbau lohnt sich ein Blick auf die steuerliche Seite, die Grundregeln sind überschaubar.

Sparerpauschbetrag
Aktuell 1.000 € pro Jahr für Ledige, 2.000 € für gemeinsam veranlagte Ehepaare. Kapitalerträge bis zu dieser Höhe bleiben steuerfrei.
Freistellungsauftrag einrichten
Damit die Bank den Freibetrag automatisch berücksichtigt, muss bei ihr ein Freistellungsauftrag hinterlegt sein, bei mehreren Banken bei jeder einzeln.
Abgeltungssteuer auf den Rest
Erträge über dem Freibetrag werden pauschal mit 25 % Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer besteuert.

Häufige Fragen zum Vermögensaufbau

Ab welchem Betrag lohnt sich ein ETF-Sparplan?

Viele Anbieter ermöglichen Sparpläne bereits ab 25 bis 50 € im Monat. Wichtiger als die Höhe ist, überhaupt regelmäßig und langfristig dabei zu bleiben.

Was passiert, wenn die Börse gerade fällt?

Bei einem Sparplan bedeuten fallende Kurse, dass für denselben Betrag mehr Anteile gekauft werden. Wer über Jahrzehnte investiert, profitiert später oft von genau diesen günstigeren Einstiegspunkten.

Brauche ich einen Notgroschen, bevor ich investiere?

Ja, in aller Regel zuerst. 3 bis 6 Nettogehälter auf einem Tagesgeldkonto verhindern, dass ein unerwarteter Ausgabefall zum ungünstigsten Zeitpunkt Investments auflösen muss.

Reicht ein einzelner ETF auf den MSCI World?

Für viele ist ein einzelner breit streuender Welt-ETF eine solide Basis. Ob eine weitere Ergänzung sinnvoll ist, hängt von Deinen Zielen und Deiner Risikobereitschaft ab.

Wie unterscheidet sich Vermögensaufbau von Altersvorsorge?

Beides nutzt ähnliche Bausteine, Altersvorsorge ist aber gezielt auf die Zeit nach dem Erwerbsleben ausgerichtet und nutzt zusätzlich staatlich geförderte Formen wie das Altersvorsorgedepot oder die betriebliche Altersvorsorge.

Muss ich meine Kapitalerträge selbst versteuern?

Bei einer inländischen Bank oder einem inländischen Broker wird die Abgeltungssteuer automatisch einbehalten, sofern kein ausreichender Freistellungsauftrag vorliegt. Bei ausländischen Depots ist häufig eine eigene Angabe in der Steuererklärung nötig.

Lass uns Deine Strategie gemeinsam festlegen

Im Erstgespräch schauen wir uns Deinen Zeithorizont und Deine Ziele an und leiten daraus die passende Aufteilung ab.

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden, auch Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Alle Angaben ohne Gewähr.

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